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Hormone: Kleine Botenstoffe mit großer Wirkung

vor 6 Tagen
2 Min. Lesezeit

Schlaf, Stress, Fortpflanzung, Stoffwechsel: Hormone sind an unzähligen Vorgängen beteiligt. Aber was genau sind Hormone eigentlich – und warum sprechen wir so oft von einer „Hormonbalance“?



Die Kommunikationsprofis unseres Körpers

Stellen Sie sich unseren Körper als großes Unternehmen vor. Millionen von Zellen müssen miteinander kommunizieren, Informationen austauschen und auf Veränderungen reagieren.

Hormone gehören zu den Botenstoffen, die bei dieser Kommunikation eine wichtige Rolle spielen.

Sie werden an unterschiedlichen Stellen des Körpers gebildet und können über das Blut zu ihren Zielorten gelangen. Dort treffen sie auf passende Rezeptoren – vereinfacht gesagt auf eine Art Empfangsstation für ihre Botschaft.


Hormone arbeiten im Team

Ein häufiger Irrtum besteht darin, Hormone isoliert zu betrachten.

Tatsächlich hängen viele hormonelle Prozesse miteinander zusammen. Besonders schön lässt sich das anhand der Steroidhormone zeigen.

Pregnenolon ist eine Vorstufe, aus der weitere Hormone hervorgehen können. Daraus kann beispielsweise Progesteron entstehen. Über andere Wege ist Pregnenolon an der Bildung von DHEA beteiligt, das wiederum als Vorstufe von Testosteron und Estrogenen dient.

Aus einem Ausgangsstoff entsteht also eine ganze „Hormonfamilie“.


Auch Hormone haben einen Tagesrhythmus

Hinzu kommt: Die Konzentration eines Hormons bleibt nicht den ganzen Tag gleich.

Cortisol wird beispielsweise in einer ausgeprägten Tagesrhythmik ausgeschüttet und steigt normalerweise in den Morgenstunden an. Melatonin verhält sich gewissermaßen entgegengesetzt: Seine Ausschüttung wird durch Dunkelheit gefördert und ist Teil unseres Schlaf-Wach-Rhythmus.

Unser Hormonsystem ist also kein statisches Gebilde.

Es reagiert auf Tageszeit, Alter, körperliche Veränderungen und viele weitere Einflüsse.


Wenn sich der Hormonhaushalt verändert

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Produktion verschiedener Hormone. Besonders deutlich erleben viele Frauen dies während der Perimenopause und Menopause, wenn die Aktivität der Eierstöcke und damit die Produktion bestimmter Geschlechtshormone zurückgeht.

Aber Veränderungen eines Hormonwertes bedeuten nicht automatisch, dass eine bestimmte Beschwerde dadurch verursacht wird.

Müdigkeit, schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme oder Stimmungsschwankungen können zahlreiche Ursachen haben.

Deshalb ist es wichtig, Hormone nicht als einfache Erklärung für jedes Symptom zu betrachten.


Eine spannende Reise beginnt

In den kommenden Beiträgen lernen wir einige Mitglieder unserer „Hormonfamilie“ genauer kennen.

Wir beginnen mit einem Stoff, der in diesem Stammbaum besonders weit oben steht: Pregnenolon.


 
 
 

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